Stress-Test – ein Wort macht Karriere

Irlands Banken brauchen 24 Milliarden mehr, schreiben die Zeitungen heute. Das sei das Ergebnis des mit Spannung erwarteten Stresstests. Die Bundesregierung, so ist wenige Lettern weiter zu lesen, plant einen Stresstest für Atomkraftwerke. Dessen Ergebnisse dürften ebenso auf der Hand liegen wie die eines potentiellen Politik-Stresstests. Dank Klientel-Politik, Finanzkrise, Fukushima und Libyen haben immer mehr Bürger die Nase voll – von den Herrschenden und ihren Lakaien. Doch genug schwadroniert! Es gibt auch Positives zu berichten. Denn um eines müssen wir uns 2011 garantiert nicht mehr sorgen:  um das Wort des Jahres. Das steht schon heute fest: Stresstest

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Milch aus Japan – da strahlt Ihr Baby wie nie zuvor

Soeben las ich in der Süddeutschen Zeitung (Prnt, S. 1) , dass die EU die Strahlungsgrenzwerte für Produkte aus Japan erhöht hat – bis zum rund dreifachen der bisher geltenden Werte. Kein Problem für die Gesundheit, beruhigt das Bundesamt für Strahlenschutz. Haben wir damals bei Tschernobyl doch auch so gemacht, heißt es sinngemäß weiter. Na, wenn das so ist … Aber dann sollten die Herren, denen der EU-Handel mit Japan so sehr am Herzen liegt, möglichst bald auf allen Milchtüten und Flaschen nicht nur den Fettgehalt ausweisen, sondern einen Schritt weiter gehen. Wie wär´s mit: 1 Liter Bio-Milch, 3,5 % Fett, 999 Becquerel, frisch aus Fukushima. Damit strahlt Ihr Baby wie nie zuvor. Oder sollten die Gesundheitshüter Europas gleich zur verbalen Keule greifen? Dann müsste demnächst auf jeder Import-Milch stehen: Milch-Trinken kann tödlich sein.

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Bahrain oder Bach-Rhein?

Ich sehe gerade „Brennpunkt“. Da ist die Rede von „Bach-reeeeiiin“, anstatt von Bahrain. Was meint Ihr? Sollen wir Deutsche uns bemühen, die Aussprache des jeweiligen Landes nachzuahmen ? Oder bleiben wir besser bei unserem Sprachduktus? Schließlich sprechen andere ja auch nicht vom Kindergarten, sondern von „kindergarden“.

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Aftermath – oder: Ich liebe die „german angst“

Hand aufs Herz: In Zeiten von „just in time“, „multitasking“ und „24/7“ ist die „german angst“ nicht nur eine nationale Attitüde, sondern hat alle Chancen zum „Not-Wendigen“, zum globalen Korrektiv. Wem das zu großkalibrig erscheint, der mag in sein Kalkül gerne noch Finanzkrise, Nahrungsmittelskandale und globale Erwärmung mit einbeziehen.
Wie in jeder Rechnung, so gibt es auch in dieser eine Unbekannte: Der derzeitigen Sensibilität könnte – salopp gesagt und politisch absolut inkorrekt – die Halbwertszeit eines Tsunamis beschieden sein. Denn möglicherweise wird morgen eine andere Sau durchs globale Mediendorf getrieben.
Doch: Wie viele Schreckensbilder braucht die Menschheit noch, um umzudenken? Kann die Betroffenheit diesmal von Dauer sein? Ist sie in der Lage, zu dem von vielen als dringlich empfundenen Parameterwechsel beizutragen?
Was mich betrifft, so liebe ich jedenfalls mittlerweile die „german angst“.

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Marks? Auf jeden Fall Murks!

Tauch-Sieder an, Teller und Tassen auf den Tisch, Aufback-Brötchen in den Ofen: Frühstücks-Business as usual – und mit Radio FFH. Da sagt die Bundeskanzlerin gerade, Strom werde in Deutschland angesichts der Ereignisse in Japan wohl teurer werden müssen. Klingt verständlich, denke ich mir und bin später umso verwunderter, dass sich heute zumindest durch einen Wechsel auf Ökostrom (wir sind heute von Stromio Basic zu „Hallo Natur1“ von energieGUT gewechselt; siehe die entsprechenden Postings) Geld sparen läßt.
Hmmh … So vieles, was die Kanzlerin und ihr Hofstaat (nicht nur heute) von sich geben, klingt weniger vernünftig als interessengesteuert. Zugegeben: In diesen Tagen fällt derlei Kritik einfach. Und der Vorwurf, als einer von vielen jetzt auch noch ins populistische Anti-Atom-Horn zu blasen, will bedacht werden. Andererseits: Warum taucht auf einmal eine Expertise des Fraunhofer-Instituts auf der publizistischen Bühne auf, die klar besagt, dass der komplette Verzicht auf Kernenergie keinen Energie-Engpass in Deutschland nach sich ziehen wird? Und wird nicht der Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, heute in der Süddeutschen Zeitung (Artikel: „Verlust ohne Verzicht“) sogar dahingehend zitiert, dass die Abschaltung des letzten deutschen Atomkraftwerks bereits 2017 problemlos erfolgen könnte? War nicht noch vor ein paar Wochen von Merkel und Co. die Rede davon, dass man auf diese sogenannte Brückentechnologie erst nach weiteren 20 Jahren verzichten könne?
Ach, ich weiß auch nicht … Wieso kommt mir da nur der alte Sponti-Spruch in den Sinn: „Macht kaputt, was Euch kaputt macht!“. Vermutlich bin ich erneut mit irgendeinem linken Bazillus infiziert. Nur schade, dass die linken Bazillen auch nicht mehr das halten, was seinerzeit Engels-Zungen versprachen. „Marks“ sein, wie es ist. Murx ist es im Moment allemal…

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Stromio: Es liegt nicht am Konzern, sondern an den Menschen

Nachdem Frau Bethge vom Stromio-Kundenservce mich ratlos zurückgelassen und auf die Website des Unternehmens verwiesen hat, gerate ich auch dort zunächst in die Aporie. Hier kann ich mich nämlich nicht als Kunde einloggen, um zu sehen, was Sache ist. Ich wähle die auf der Website angegebene Telefonnummer für die Kundenbetreuung – und merke erst da, dass ich wieder bei derselben Hotline gelandet bin. Doch diesmal ist alles anders: Manuela Felke kann zwar auch nicht Einblick in meinen Vertrag nehmen. Sie erkundigt sich jedoch nach meiner Vertragsart (Stromio Basic für Privatkunden 2010), fragt den jährlichen Verbrauch ab und errechnet dann, was mein Tarif mich de facto kostet (rund 3 Cent mehr pro KwH als vor einem Jahr). Ich bin zufrieden und muss mal wieder feststellen: Auch hinter großen Unternehmen stecken immer Menschen – die einen kompetent, die anderen transusig. Aber möglicherweise tue ich Frau Bethge auch Unrecht. Hat sie seinerzeit in der Schule einfach das kleine „Einmal eins“ versäumt?

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Stromio: Kundenservice in Deutschland

„Bitte haben Sie einen Moment Geduld“ sagt die freundliche Stimme und kassiert dafür 3,9 Cent pro Minute für ihren Arbeitgeber. Nach gefühlten 20 Cent meldet sich die Firma Stromio, bei der wir letztes Jahr einen Stromvertrag abgeschlossen haben (Wechsel von der Mainova). Da ich mich erinnere, dass wir von Stromio vor ca. sechs Wochen einen hübschen Flyer erhalten haben, in dem hauptsächlich betont wurde, wie preiswert Stromio ist (und scheinbar nebensächlich, dass unser Stromio-Vertrag teurer wird, wenn wir nicht bis Ende März widersprechen), schreite ich am 17.3.2011 um 8:25 Uhr zur Tat. Nach der Geduldsprobe und 20 Cent Wegezoll für schlechten Kundenservice ist Frau Bethge am Telefon, die mein „Anliegen aufnehmen will“. Ich nenne der freundlichen Dame unsere Vertragsnummer und frage sie, wie viel Grund- und Arbeitspreis denn nach der Preisanhebung teurer werden. Das kann sie mir leider jedoch nicht sagen, denn sie hat keinen Einblick in den Vertrag. Sie könne halt nur mein Anliegen aufnehmen und weiterleiten. Eine Telefonnummer, wo ich erfahren kann, was Sache ist, hat sie auch nicht für mich. Aber alles über meinen Tarif kann ich auf der Internetseite des Stromanbieters erfahren. Das ist wirklich mal eine hilfreiche Antwort – und ein weiterer Beleg für die Serviceorientierung in Deutschland. Findet Ihr nicht? Falls die Website auch nur mein „Anliegen aufnehmen“ kann, werde ich dies übrigens präzisieren und in eine Sprache kleiden, die Stromio verständlich ist: sofortige Kündigung des Vertrages!

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